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Google-Unternehmensprofil richtig einrichten – Schritt für Schritt

Wer „Elektriker in der Nähe“ oder „Zahnarzt Öffnungszeiten“ sucht, sieht bei Google zuerst eine Karte mit Betrieben. Ob Ihr Betrieb dort steht – und mit welchen Angaben –, entscheidet Ihr Unternehmensprofil. Es ist kostenlos, in einer Stunde eingerichtet und braucht danach nur ein paar Minuten im Monat. Hier steht, wie es geht und was Sie besser lassen.

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  • Lesezeit ca. 9 Minuten
  • Von RexCom

Kurz gesagt

  • Das Google-Unternehmensprofil (früher „Google My Business“) ist kostenlos und für lokale Suchen oft wichtiger als die Website selbst – die Website braucht es trotzdem, das Profil verweist darauf.
  • Entscheidend sind vollständige, stimmige Angaben: Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten genau wie auf der Website, passende Kategorien, echte Fotos.
  • Bewertungen dürfen Sie sich wünschen, aber nicht kaufen oder belohnen; auf Bewertungen antworten Sie sachlich – auch auf kritische.
  • Vorsicht vor Anrufen und Mails, die drohen, Ihr Profil zu löschen, oder ein „Google-Listing“ verkaufen wollen: Google ruft nicht an, das Profil kostet nichts.

Warum das Profil so wichtig ist

Bei Suchen mit örtlichem Bezug zeigt Google oberhalb der normalen Ergebnisse eine Karte mit meist drei Betrieben – das sogenannte „Local Pack“. Dieselben Daten erscheinen in Google Maps und, wenn jemand direkt nach Ihrem Betrieb sucht, als Infokasten rechts neben den Ergebnissen: Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos, Bewertungen, Anfahrt, ein Link zur Website. Viele Kunden rufen von dort direkt an, ohne Ihre Website je zu öffnen.

Ob und wie weit oben Ihr Betrieb dort erscheint, hängt nach Googles eigenen Angaben von drei Dingen ab: Relevanz (passen Kategorie und Angaben zur Suche?), Entfernung (wie nah ist der Betrieb am Suchenden oder am gesuchten Ort?) und Bekanntheit (Bewertungen, Erwähnungen, Verlinkungen). Eine Garantie für eine bestimmte Platzierung gibt es nicht – und wer Ihnen eine verspricht, verspricht zu viel. Beeinflussen können Sie aber Relevanz und Bekanntheit, und genau darum geht es im Folgenden.

Einrichten in sieben Schritten

  1. Prüfen, ob es Ihren Betrieb schon gibt

    Suchen Sie bei Google Maps nach Ihrem Betriebsnamen und Ihrer Adresse. Oft existiert bereits ein Eintrag, den Google automatisch angelegt hat oder den ein Kunde vorgeschlagen hat. Dann übernehmen Sie diesen Eintrag („Inhaber dieses Unternehmens?“), statt einen zweiten anzulegen – Duplikate schaden.

  2. Mit einem Firmen-Konto anlegen

    Verwenden Sie ein Google-Konto, das zum Betrieb gehört, nicht das private Konto eines Mitarbeiters, der nächstes Jahr vielleicht nicht mehr da ist. Notieren Sie die Zugangsdaten an einem sicheren Ort und richten Sie die Zwei-Faktor-Anmeldung ein.

  3. Betriebsart wählen: Ladengeschäft oder Einsatzgebiet

    Kommen Kunden zu Ihnen (Praxis, Werkstatt, Laden), zeigen Sie Ihre Adresse. Fahren Sie zu den Kunden (Dachdecker, Pflegedienst, Umzug), können Sie die Adresse ausblenden und stattdessen ein Einsatzgebiet aus Orten oder Landkreisen angeben. Beides zusammen geht auch – etwa ein Betrieb mit Büro, der im Umkreis arbeitet.

  4. Name, Adresse, Telefon – exakt wie auf der Website

    Der Profilname ist Ihr echter Betriebsname, ohne Zusätze wie „günstig“ oder Ortsnamen, die nicht zum Namen gehören – solche Zusätze verstoßen gegen Googles Richtlinien und können zur Sperrung führen. Adresse und Telefonnummer schreiben Sie genau so wie im Impressum und auf der Website. Diese Übereinstimmung ist ein wichtiges Signal für Google und erspart Kunden Verwirrung.

  5. Kategorien setzen

    Die Hauptkategorie ist die wichtigste Einstellung überhaupt: Sie bestimmt, bei welchen Suchen Sie erscheinen. Wählen Sie die genaueste, die zu Ihrem Kerngeschäft passt („Dachdecker“ statt „Bauunternehmen“, „Zahnarzt“ statt „Arzt“). Weitere Kategorien ergänzen Sie nur für Leistungen, die Sie wirklich anbieten.

  6. Bestätigen lassen

    Google verlangt einen Nachweis, dass Ihnen der Betrieb gehört. Welches Verfahren angeboten wird, entscheidet Google – je nach Betrieb per Video, Anruf, E-Mail oder Postkarte. Bei der Video-Bestätigung zeigen Sie Schild, Räume und Arbeitsmittel; bereiten Sie das in Ruhe vor. Ohne Bestätigung bleibt das Profil unvollständig und lässt sich nicht vollständig bearbeiten.

  7. Ausfüllen, was Kunden wissen wollen

    Öffnungszeiten (inklusive Feiertagen), eine kurze Beschreibung in Ihren Worten, Leistungen mit kurzer Erklärung, Fotos von Team, Räumen, Fahrzeugen und Arbeiten, der Link zur Website und – wenn Sie eine Online-Buchung haben – der Link direkt dorthin. Barrierefreiheit (ebenerdiger Zugang, WC), Zahlungsarten und Sprachen gehören ebenfalls hinein.

Pflegen: wenige Minuten im Monat

Ein Profil, das einmal eingerichtet und dann vergessen wird, verliert an Wert – Öffnungszeiten stimmen nicht mehr, Fotos zeigen das alte Firmenschild, Fragen bleiben unbeantwortet. Diese Routine reicht:

  • Öffnungszeiten aktuell halten: Feiertage und Betriebsferien vorab als Sonderöffnungszeiten eintragen. Google fragt Sie vor Feiertagen sogar per Mail danach.
  • Regelmäßig ein Foto oder einen Beitrag: ein fertiges Projekt, ein neues Gerät, ein Saisonhinweis. Es muss kein Werbetext sein – ein ehrlicher Einblick wirkt besser.
  • Häufige Fragen beantworten: Was Kunden immer wieder wissen wollen – Parken, Barrierefreiheit, Wartezeit, Zahlungsarten –, gehört in Beschreibung und Leistungen des Profils und auf Ihre Website. Wo Google eine Frage-Funktion anzeigt, antworten Sie selbst, bevor es jemand anders falsch tut.
  • Vorschläge prüfen: Google übernimmt manchmal Änderungsvorschläge von Nutzern („vorübergehend geschlossen“, andere Telefonnummer). Sie bekommen dazu eine Mail – lesen Sie sie.
  • Statistiken ansehen: Das Profil zeigt, wie oft Ihr Betrieb gefunden wurde, wie viele Anrufe, Routenanfragen und Website-Klicks daraus entstanden sind. Das ist für viele Betriebe die ehrlichste Kennzahl, die sie haben.

Bewertungen: Was erlaubt ist und wie Sie damit umgehen

Bewertungen sind für viele Kunden das erste Argument – und rechtlich ein sensibles Feld. Diese Regeln sollten Sie kennen:

  • Um Bewertungen bitten ist erlaubt. Der einfachste Weg ist ein direkter Bewertungslink (im Profil unter „Rezensionen lesen“ → „Mehr Rezensionen erhalten“), den Sie auf der gedruckten Rechnung oder auf einer Karte zum Mitnehmen weitergeben – auch als QR-Code, gern auch als Aufsteller an der Theke. Drängen Sie aber niemanden, gleich vor Ort zu bewerten. Per E-Mail schicken Sie die Bitte nur, wenn der Kunde vorher eingewilligt hat: Der Bundesgerichtshof wertet eine solche Bitte als Werbung (Urteil vom 10.07.2018, Az. VI ZR 225/17).
  • Bewertungen kaufen, tauschen oder belohnen ist verboten. Gefälschte oder in Auftrag gegebene Bewertungen sind nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb unzulässig; auch ein Rabatt oder ein Gutschein „für eine Fünf-Sterne-Bewertung“ ist eine unzulässige Beeinflussung. Google löscht solche Bewertungen und kann das Profil einschränken, etwa eine Zeit lang keine neuen Bewertungen zulassen oder einen Warnhinweis anzeigen.
  • Nur echte Kunden, keine Vorauswahl. Wer nur zufriedene Kunden zur Bewertung einlädt und unzufriedene bewusst auslässt („Review Gating“), verstößt gegen Googles Richtlinien. Bitten Sie alle – oder niemanden.
  • Antworten Sie – sachlich und kurz. Auf Lob mit einem Dank, auf Kritik mit einer ruhigen Stellungnahme und einem Gesprächsangebot. Nennen Sie in der Antwort keine Details zum Auftrag oder zur Person; bei Praxen gilt die Schweigepflicht auch hier, selbst wenn der Patient selbst Details genannt hat.
  • Unzulässige Bewertungen melden. Bewertungen, die beleidigen, offensichtlich von Mitbewerbern stammen oder gar keinen Kundenkontakt beschreiben, können Sie bei Google zur Prüfung melden. Bei ehrverletzenden Bewertungen kann auch eine Löschung nach deutschem Recht durchsetzbar sein – dafür brauchen Sie in der Regel anwaltliche Hilfe.

Typische Fehler, die Betriebe unsichtbar machen

  • Zwei Profile für einen Betrieb

    Ein altes und ein neues Profil mit leicht abweichender Adresse teilen sich Bewertungen und verwirren Google. Lassen Sie Duplikate zusammenführen oder entfernen.

  • Andere Angaben als auf der Website

    Neue Telefonnummer im Profil, alte auf der Website – oder umgekehrt. Prüfen Sie beide Stellen bei jeder Änderung; ein Blick ins Impressum genügt.

  • Falsche oder zu allgemeine Hauptkategorie

    Wer als „Unternehmen“ oder „Dienstleister“ gelistet ist, erscheint bei kaum einer Suche. Die genaueste passende Kategorie zählt.

  • Keine oder fremde Fotos

    Profile ohne Fotos wirken verlassen; Bilder aus Fotodatenbanken wirken austauschbar und sind lizenzrechtlich heikel. Ein paar ehrliche Handyfotos reichen. Achten Sie bei Personen auf deren Einverständnis.

  • Auf Betrugsanrufe hereinfallen

    „Ihr Google-Eintrag wird gelöscht, wenn Sie nicht sofort …“ – solche Anrufe und Mails kommen nicht von Google. Google verkauft keine Einträge und droht nicht am Telefon. Legen Sie auf, unterschreiben Sie nichts.

Profil und Website: Warum Sie beides brauchen

Das Profil holt Kunden ab, die in der Nähe suchen. Für alles, was darüber hinausgeht, verweist es auf Ihre Website: ausführliche Leistungen, Referenzen, ein Anfrageformular, eine Online-Buchung, Stellenangebote. Google gleicht außerdem die Angaben im Profil mit Ihrer Website ab – stimmen Name, Adresse, Telefonnummer und Leistungen überein, stärkt das die Relevanz.

Zwei Dinge sollten Sie dabei beachten. Erstens: Setzen Sie den Website-Link im Profil auf die Seite, die zur Suche passt – bei einem Betrieb mit mehreren Leistungen ruhig auf die Leistungsseite, nicht immer auf die Startseite. Zweitens: Eine Google-Karte auf Ihrer Website einzubetten ist nicht nötig, um im Profil gut dazustehen, und bringt Datenschutzfragen mit sich – ein Link „Route planen“ genügt. Warum, lesen Sie im Beitrag „Brauche ich als Handwerksbetrieb einen Cookie-Banner?“.

So machen wir es

Local SEO bei RexCom

Auf Wunsch richten wir Ihr Google-Unternehmensprofil ein oder räumen ein bestehendes auf: Kategorien, Leistungen, Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungslink – und die Angaben auf der Website passen dazu. Was wir nicht tun: Bewertungen besorgen oder eine bestimmte Platzierung versprechen. Beides wäre unseriös.

  • Angaben zu Betrieb, Öffnungszeiten und Leistungen hinterlegen wir auf Ihrer Website zusätzlich als strukturierte Daten, damit Suchmaschinen sie sicher lesen.
  • Kunden landen vom Profil direkt auf der passenden Seite – zum Beispiel auf der Online-Terminbuchung.
  • Den Bewertungslink bauen wir auf Wunsch als QR-Code in Ihre gedruckte Rechnung, auf Karten zum Mitnehmen oder in einen Thekenaufsteller ein.

Das Modul „Local SEO Boost“ finden Sie unter Leistungen.

Häufige Fragen

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein. Anlegen, bestätigen und pflegen sind kostenlos. Bezahlen können Sie höchstens Werbeanzeigen bei Google – das ist ein eigenes Produkt und für das Profil nicht nötig.

Ich arbeite von zu Hause aus. Muss ich meine Privatadresse zeigen?

Nein. Wählen Sie die Betriebsart mit Einsatzgebiet und blenden Sie die Adresse aus. Google braucht die Adresse nur zur Bestätigung; öffentlich sichtbar ist dann nur Ihr Einsatzgebiet.

Darf ich Kunden einen Gutschein für eine Bewertung geben?

Davon raten wir ab: Google verbietet Anreize für Bewertungen, und wettbewerbsrechtlich gelten belohnte Bewertungen als unzulässige Beeinflussung, wenn das nicht offengelegt wird. Ein freundlicher Hinweis mit Bewertungslink ist der sichere Weg.

Ein Kunde hat eine ungerechte Ein-Stern-Bewertung geschrieben. Was kann ich tun?

Zuerst sachlich antworten, ohne Details zum Auftrag zu nennen, und ein Gespräch anbieten. Verstößt die Bewertung gegen Googles Richtlinien – etwa weil sie beleidigt oder gar keinen Kontakt zu Ihrem Betrieb beschreibt –, melden Sie sie zur Prüfung. In schweren Fällen hilft anwaltlicher Rat.

Wie lange dauert es, bis Änderungen sichtbar sind?

Die meisten Änderungen erscheinen innerhalb von Minuten bis wenigen Tagen. Manche Angaben prüft Google vorher, etwa Namensänderungen oder eine neue Adresse – das kann eine erneute Bestätigung auslösen.

Fragen dazu?

Profil und Website sollen zusammenpassen?

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns Ihr Unternehmensprofil und Ihre Website gemeinsam an und sagen Ihnen ehrlich, wo die Angaben auseinanderlaufen und was sich mit wenig Aufwand verbessern lässt.