Ratgeber · Kosten & Vertrag

Website mieten oder kaufen? Was für kleine Betriebe sinnvoller ist

Eine neue Website kostet Geld – die Frage ist nur, wie Sie es ausgeben: einmalig oder Monat für Monat. Beide Modelle haben echte Vor- und Nachteile. Hier finden Sie einen ehrlichen Vergleich, die wichtigsten Fragen an jeden Anbieter und unsere eigene Sicht der Dinge.

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  • Lesezeit ca. 6 Minuten
  • Von RexCom

Kurz gesagt

  • Bei der Miete zahlen Sie eine feste Monatsrate. Hosting, Sicherheit und oft ein Kontingent für Änderungen sind enthalten; dafür binden Sie sich für eine Mindestlaufzeit.
  • Beim Kauf bezahlen Sie die Erstellung einmalig. Hosting, Domain und E-Mail kosten trotzdem laufend, Änderungen und technische Pflege kommen nach Aufwand dazu.
  • Kein Modell ist grundsätzlich besser. Entscheidend sind Ihr Budget, Ihre Zeit und wie oft sich auf Ihrer Website etwas ändert.
  • Vergleichen Sie immer die Gesamtkosten über mehrere Jahre – nicht nur den Betrag am Anfang.

So funktionieren die beiden Modelle

Website mieten

Der Anbieter erstellt die Website und betreibt sie für Sie. Sie zahlen eine monatliche Rate, häufig zusätzlich eine Einrichtungsgebühr zu Beginn. In der Rate stecken üblicherweise Hosting, Sicherheit und ein festes Kontingent an Änderungen. Im Gegenzug binden Sie sich für eine Mindestlaufzeit. Die Rechte an Design und Programmierung bleiben meist beim Anbieter; Sie erhalten ein Nutzungsrecht für die Dauer des Vertrags.

Website kaufen

Sie beauftragen eine Agentur oder einen Freiberufler mit der Erstellung und bezahlen dafür einmal. Danach dürfen Sie die Website in der Regel dauerhaft nutzen – wie weit Ihre Rechte reichen, etwa am Quellcode oder am Design, regelt der Vertrag. Für den Betrieb brauchen Sie weiterhin Hosting, eine Domain und meist E-Mail-Postfächer; diese Kosten laufen monatlich oder jährlich weiter. Änderungen, Sicherheits-Updates und Anpassungen an neue Geräte erledigen Sie selbst oder beauftragen sie gesondert.

Übrigens: Auch ein Website-Baukasten im Monatsabo ist eine Form der Miete – mit dem Unterschied, dass Sie Gestaltung, Texte und Pflege selbst übernehmen.

Der Vergleich auf einen Blick

Typische Unterschiede – die Details regelt immer der jeweilige Vertrag.
KriteriumMieteKauf
Kosten zu BeginnGering – oft eine Einrichtungsgebühr, dann die erste RateHoch – die gesamte Erstellung auf einmal
Laufende KostenFeste Monatsrate für Website, Hosting und vereinbarte PflegeHosting, Domain und E-Mail; Änderungen nach Aufwand
PlanbarkeitHoch – die Rate steht fest (Klauseln zur Preisanpassung beachten)Gut bei den Fixkosten, schwerer bei Änderungen und Reparaturen
Technik und SicherheitKümmert sich der Anbieter, soweit vereinbartIhre Aufgabe – selbst oder gegen Bezahlung
ÄnderungenIm Rahmen des Kontingents enthaltenSelbst erledigen oder einzeln beauftragen
Rechte an der WebsiteNutzungsrecht für die VertragsdauerIn der Regel dauerhaftes Nutzungsrecht, Umfang laut Vertrag
BindungMindestlaufzeit, danach KündigungsfristKeine Laufzeit für die Website selbst; Hosting meist separat
AnbieterwechselAbhängig vom Vertrag – vorher klärenEinfacher, wenn Sie alle Dateien und Zugänge erhalten
Gesamtkosten über viele JahreKönnen höher liegen – dafür ist die Pflege dabeiKönnen niedriger liegen, wenn wenig geändert werden muss

Wann sich welches Modell lohnt

Mieten passt, wenn …

  • Sie keine große Summe auf einmal ausgeben und lieber planbare Monatskosten haben möchten,
  • Sie weder Zeit noch Lust haben, sich um Technik, Updates und Sicherheit zu kümmern,
  • sich auf Ihrer Website regelmäßig etwas ändert – Öffnungszeiten, Angebote, Stellen, Referenzen,
  • Sie einen festen Ansprechpartner wollen, der Ihre Seite kennt,
  • Sie erst einmal ausprobieren möchten, was eine gute Website Ihrem Betrieb bringt.

Kaufen passt, wenn …

  • Sie das Budget für die Erstellung haben und langfristig möglichst geringe laufende Kosten wollen,
  • sich Ihre Website selten ändert,
  • Sie oder jemand im Team Änderungen und Updates selbst übernehmen kann – oder Sie dafür schon einen festen Dienstleister haben,
  • Sie Wert darauf legen, die Website samt Quellcode jederzeit zu einem anderen Anbieter mitnehmen zu können.

Ehrlich rechnen: die Gesamtkosten

Der Betrag am Anfang sagt wenig. Vergleichen Sie beide Angebote über denselben Zeitraum, zum Beispiel drei oder fünf Jahre:

Gesamtkosten Miete

  • Einrichtung (falls vorhanden)
  • Monatsrate × Anzahl der Monate
  • Leistungen, die nicht in der Rate stecken

Gesamtkosten Kauf

  • Erstellung
  • Hosting, Domain und E-Mail für den Zeitraum
  • Änderungen und Updates nach Aufwand
  • gegebenenfalls eine Überarbeitung nach einigen Jahren

Rechnen Sie auch Ihre eigene Zeit mit: Wer Änderungen selbst einpflegt oder sich um Updates kümmert, arbeitet in dieser Zeit nicht im Betrieb. Und denken Sie daran, dass Technik altert – neue Geräte, Browser und Anforderungen machen früher oder später Anpassungen nötig.

Wie sich Miete oder Kauf steuerlich auswirken, besprechen Sie am besten mit Ihrer Steuerberatung. Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Diese Fragen sollten Sie jedem Anbieter stellen

Egal, für welches Modell Sie sich entscheiden – diese Punkte sollten vor der Unterschrift geklärt sein:

  • Was genau ist im Preis enthalten – Hosting, Domain, E-Mail, SSL-Verschlüsselung, Sicherungen?
  • Wie viele Änderungen sind enthalten, und was kostet alles darüber hinaus?
  • Wie lang sind Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist, und verlängert sich der Vertrag automatisch?
  • Darf der Preis während der Laufzeit steigen – und unter welchen Bedingungen?
  • Was passiert nach Vertragsende: Wird die Seite abgeschaltet, kann ich sie übernehmen, bekomme ich meine Texte und Fotos?
  • Auf wen ist die Domain registriert, und kann ich sie bei einem Wechsel mitnehmen?
  • Beim Kauf: Welche Rechte erhalte ich an Design und Quellcode, und wer kümmert sich um Sicherheits-Updates?
  • Wo läuft die Website, und wer ist mein Ansprechpartner, wenn etwas nicht funktioniert?
So machen wir es

Bei RexCom: bevorzugt Miete, Kauf auf Wunsch

Wir bieten beides an – und sagen offen, welches Modell wir bevorzugen: die Miete. Für uns bedeutet sie eine langfristige Zusammenarbeit, für Sie eine handprogrammierte Website inklusive Hosting, SSL und Pflegekontingent – monatlich statt einmalig.

  • Jedes Paket enthält Design, Programmierung, Hosting auf unserem Server, SSL-Verschlüsselung, Domain und E-Mail-Postfächer.
  • Dazu kommen tägliche Sicherungen – und keine Plugins, die zur Sicherheitslücke werden.
  • Die Miete gibt es mit 24 Monaten Mindestlaufzeit oder als Flex-Variante mit 12 Monaten.
  • Wer seine Website lieber kauft, kann das auf Wunsch tun.

Konkrete Preise nennen wir im persönlichen Angebot, weil sie vom Umfang abhängen. Laufzeiten, Kündigung und Nutzungsrechte sind in unseren AGB geregelt; die Pakete im Überblick finden Sie unter Leistungen, Beispiele für Ihren Betrieb unter Websites nach Branche.

Häufige Fragen

Gehört mir die Website, wenn ich sie miete?

In der Regel nicht: Sie erhalten ein Nutzungsrecht für die Vertragsdauer, die Rechte an Design und Programmierung bleiben beim Anbieter. Was nach dem Vertragsende passiert, sollten Sie vor dem Abschluss klären.

Ist eine gemietete Website schlechter als eine gekaufte?

Nein. Die Qualität hängt vom Anbieter ab, nicht vom Bezahlmodell. Achten Sie in beiden Fällen auf Ladezeit, Darstellung auf dem Handy und darauf, wie leicht sich Inhalte ändern lassen.

Kann ich später von der Miete zum Kauf wechseln?

Bei manchen Anbietern ja. Fragen Sie am besten vor dem Abschluss, ob und zu welchen Bedingungen das möglich ist.

Was ist günstiger – mieten oder kaufen?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Die Miete schont am Anfang das Budget, ein Kauf kann über viele Jahre günstiger sein – vorausgesetzt, es fallen wenig Änderungen und keine größere Überarbeitung an. Rechnen Sie beide Angebote über denselben Zeitraum durch.

Fragen dazu?

Welches Modell passt zu Ihrem Betrieb?

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir gemeinsam, was Sie brauchen. Wir beraten Sie ehrlich – und sagen auch, wenn Sie etwas nicht brauchen.