Ratgeber · Kosten & Vertrag

Was kostet eine Website wirklich? Miete, Kauf und Baukasten im Vergleich

„Was kostet eine Website?“ ist die häufigste Frage, die uns erreicht – und die ehrliche Antwort lautet: Das hängt davon ab, was sie können soll, und vor allem davon, was Sie über die Jahre dazurechnen. Dieser Beitrag nennt keine Fantasiepreise, sondern zeigt, aus welchen Posten die Kosten bestehen, welche gern vergessen werden und wie Sie Angebote fair vergleichen.

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  • Lesezeit ca. 8 Minuten
  • Von RexCom

Kurz gesagt

  • Die Kosten einer Website bestehen aus der Erstellung (Konzept, Design, Texte, Programmierung, Rechtstexte) und aus laufenden Posten (Domain, Hosting, Verschlüsselung, E-Mail, Sicherungen, Updates, Pflege) – der zweite Teil wird am häufigsten unterschätzt.
  • Den Preis bestimmen Umfang, Funktionen, Individualität und die Frage, wer die Inhalte liefert – nicht die Zahl der Seiten allein.
  • Miete, Kauf und Baukasten unterscheiden sich weniger im Preis als in der Frage, wer die Arbeit macht und wer das Risiko trägt.
  • Vergleichen Sie immer über denselben Zeitraum – drei oder fünf Jahre –, rechnen Sie Ihre eigene Zeit mit und fragen Sie bei jedem Angebot, was nicht enthalten ist.

Woraus die Kosten einer Website bestehen

Einmalig: die Erstellung

  • Konzept und Struktur: Welche Seiten, welche Ziele, welche Wege für Kunden – das Gespräch am Anfang, das später viel Zeit spart.
  • Design: Ein Auftritt, der zu Ihrem Betrieb passt, statt einer Vorlage, die tausend andere auch nutzen.
  • Texte und Fotos: Oft der unterschätzte Posten. Wer eigene Texte liefert und Fotos vom Betrieb hat, spart hier am meisten. Fotos aus Datenbanken kosten Lizenzen und wirken austauschbar.
  • Programmierung: Von der einfachen Seite bis zu Rechnern, Buchungen und Kundenbereichen – hier entstehen die größten Unterschiede.
  • Rechtstexte: Impressum und Datenschutzerklärung, passend zur tatsächlichen Technik.
  • Umzug: Domain und E-Mail-Postfächer vom alten Anbieter übernehmen, alte Adressen weiterleiten.

Laufend: der Betrieb

  • Domain: Ihre Adresse im Netz, jährlich fällig.
  • Hosting und Verschlüsselung: Der Server, auf dem die Website läuft, und das SSL-Zertifikat – heute meist im Hosting enthalten.
  • E-Mail-Postfächer: Adressen mit Ihrer Domain, je nach Anzahl und Speicher.
  • Sicherungen und Updates: Bei Systemen mit Plugins regelmäßig nötig, sonst werden sie zur Sicherheitslücke.
  • Pflege: Neue Öffnungszeiten, ein Stellenangebot, eine neue Leistung – entweder Sie selbst oder Ihr Dienstleister.
  • Rechtstexte aktuell halten: Gesetze ändern sich; wer das automatisch erledigen lässt, zahlt dafür einen kleinen Betrag im Jahr.

Was den Preis bestimmt

Die Stellschrauben, an denen sich Angebote unterscheiden.
StellschraubeGünstigerTeurer – aber oft sinnvoll
UmfangEine Seite mit Leistungen, Kontakt, ÖffnungszeitenEigene Unterseite je Leistung, Referenzen, Karriere
FunktionenKontaktformularPreisrechner, Online-Buchung, Status-Portal, Kundenbereich
InhalteSie liefern Texte und FotosTexte werden geschrieben, Fotos vor Ort gemacht
IndividualitätVorlage mit Ihren Farben und Ihrem LogoEigenes Design, das Ihren Betrieb erkennbar macht
PflegeSie pflegen selbst über einen einfachen VerwaltungsbereichDer Dienstleister pflegt – mit festem Kontingent oder nach Aufwand
Sprachen und BarrierefreiheitEine Sprache, solide GrundlagenMehrere Sprachen, Leichte Sprache, geprüfte Barrierefreiheit

Versteckte Kosten, die in keinem Angebot stehen

  • Ihre eigene Zeit

    Wer die Website im Baukasten selbst baut oder selbst pflegt, arbeitet in dieser Zeit nicht im Betrieb. Rechnen Sie Ihre Stunden mit einem ehrlichen Satz – meist ist das der größte Posten überhaupt.

  • Erweiterungen und Zusatzdienste

    Ein Buchungstool hier, ein Bewertungs-Widget dort, ein Consent-Manager für den Cookie-Banner, ein Formular-Plugin: Jeder fremde Dienst bringt eine eigene Monatsgebühr mit – und oft einen weiteren Eintrag in der Datenschutzerklärung.

  • Sicherheit und Ausfälle

    Ein gehacktes Plugin, eine Seite, die nach einem Update nicht mehr lädt, eine abgelaufene Domain: Solche Fälle kosten Zeit, Nerven und oft Geld für die Reparatur. Wer Updates und Sicherungen nicht geregelt hat, zahlt irgendwann auf einmal.

  • Der Relaunch nach ein paar Jahren

    Technik altert. Eine gekaufte Website muss nach einigen Jahren überarbeitet werden – neue Geräte, neue Anforderungen, neues Design. Bei der Miete ist die Weiterentwicklung meist Teil des Vertrags; fragen Sie nach.

  • Provisionen an Portale

    Keine Website-Kosten im engeren Sinn, aber ein Vergleichsmaßstab: Wer Buchungen, Reservierungen oder Aufträge über Portale bekommt, zahlt dafür Provision. Eine Website, die einen Teil davon direkt holt, rechnet sich über diesen Posten.

  • Was fehlt, wenn die Website nichts bringt

    Die teuerste Website ist die, die niemand findet und über die niemand anfragt. Ladezeit, Handy-Ansicht und ein klarer Weg zur Anfrage sind keine Extras, sondern der Grund, warum Sie die Website haben.

Miete, Kauf, Baukasten – drei Wege, drei Rechnungen

Typische Unterschiede – die Details regelt immer der jeweilige Vertrag.
KriteriumMiete beim DienstleisterKauf bei Agentur oder FreiberuflerBaukasten selbst gemacht
Kosten zu BeginnGering – Einrichtung, dann MonatsrateHoch – die gesamte Erstellung auf einmalGering – aber Ihre Zeit
LaufendFeste Rate inkl. Hosting, Sicherheit, Pflege-KontingentHosting, Domain, E-Mail; Änderungen nach AufwandAbo des Baukastens, Domain, oft Zusatzdienste
Wer macht die ArbeitDer Dienstleister, im Rahmen des KontingentsSie oder ein beauftragter DienstleisterSie – Design, Texte, Technik, Recht
Wer trägt das RisikoDer Dienstleister – Sicherheit, Updates, AusfälleSie – oder wer den Wartungsvertrag hatGeteilt: Plattform läuft, Inhalte und Recht sind Ihre Sache
Individuelle FunktionenMöglich, je nach AnbieterMöglich, nach AufwandNur, was der Baukasten vorsieht
Cookie-BannerVermeidbar, wenn ohne Fremddienste gebautVermeidbar, wenn ohne Fremddienste gebautHäufig nötig, weil der Baukasten Dienste mitbringt
Gesamtkosten über JahrePlanbar; können höher liegen, dafür ist die Pflege dabeiKönnen niedriger liegen, wenn wenig geändert wirdNiedrig auf dem Papier, hoch mit der eigenen Zeit

Ausführlicher vergleichen wir Miete und Kauf im Beitrag „Website mieten oder kaufen?“.

So vergleichen Sie Angebote fair

Gesamtkosten über 3 oder 5 Jahre

  • Erstellung bzw. Einrichtung
  • Monatsrate oder Hosting × Monate
  • Domain, E-Mail, Zusatzdienste × Jahre
  • Änderungen nach Aufwand (Schätzung)
  • Ihre eigene Zeit × Stundensatz
  • gegebenenfalls Überarbeitung nach einigen Jahren

Fragen an jeden Anbieter

  • Was ist enthalten – Hosting, Domain, E-Mail, SSL, Sicherungen?
  • Wie viele Änderungen sind drin, was kostet mehr?
  • Laufzeit, Kündigungsfrist, Preisanpassung?
  • Was passiert nach Vertragsende mit Website und Domain?
  • Wer kümmert sich um Sicherheit und Updates?
  • Welche Fremddienste werden eingebunden?

Ob Miete oder Kauf für Ihren Betrieb steuerlich günstiger ist, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung – das hängt von Ihrer Situation ab und ist nicht Teil dieses Beitrags. Er gibt einen allgemeinen Überblick nach unserem Kenntnisstand im September 2026 und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Wo Sie sparen können – und wo nicht

Sparen können Sie bei Inhalten, die Sie selbst liefern: Texte in Ihren Worten, Fotos vom Betrieb, eine klare Liste Ihrer Leistungen. Sparen können Sie auch, indem Sie klein anfangen – eine gute Seite mit Kontakt und Leistungen bringt mehr als zehn halbfertige – und Funktionen erst dazunehmen, wenn Sie sie brauchen.

Nicht sparen sollten Sie bei Ladezeit und Handy-Ansicht, bei Impressum und Datenschutz, bei Sicherungen und Updates und bei einem festen Ansprechpartner, der Ihre Seite kennt. Hier wird aus „günstig“ schnell „teuer“.

So machen wir es

Preise bei RexCom

Wir nennen konkrete Preise im persönlichen Angebot, weil sie vom Umfang abhängen – nicht, weil wir etwas verstecken. Was Sie vorab wissen können:

  • Jedes Paket enthält Design, Programmierung, Hosting auf unserem Server in Deutschland, SSL-Verschlüsselung, Domain und E-Mail-Postfächer.
  • Die meisten Kunden mieten: kleiner Start, feste Monatsrate über 24 Monate (oder 12 Monate in der Flex-Variante), Pflege-Minuten inklusive. Wer lieber kauft, kann das.
  • Keine Fremddienste, die eigene Gebühren mitbringen; Buchungen, Rechner und Kundenbereiche sind Teil der Website.
  • Wir sagen ehrlich, wenn Sie etwas nicht brauchen.

Die Pakete und Module finden Sie unter Leistungen, Laufzeiten und Kündigung in den AGB.

Häufige Fragen

Warum stehen bei vielen Anbietern keine Preise auf der Website?

Weil der Umfang den Preis bestimmt: Eine Seite mit Kontaktformular und eine Website mit Online-Buchung und Kundenbereich sind zwei verschiedene Projekte. Seriös ist, wer nach einem kurzen Gespräch ein schriftliches Angebot mit klarer Leistungsbeschreibung macht – und sagt, was nicht enthalten ist.

Ist ein Baukasten nicht immer am günstigsten?

Auf dem Papier oft ja. Rechnen Sie aber Ihre eigene Zeit, das Abo, die Domain und die Zusatzdienste über mehrere Jahre zusammen – und den Aufwand für Impressum, Datenschutz und Cookie-Banner, den der Baukasten Ihnen nicht abnimmt. Für viele Betriebe ist das Ergebnis dann nicht mehr eindeutig.

Was kostet es, eine bestehende Website umzuziehen?

Das hängt davon ab, was übernommen wird: Domain und Postfächer, Texte und Fotos, alte Adressen mit Weiterleitungen. Fragen Sie danach im Angebot – ein sauberer Umzug ohne Ausfall sollte selbstverständlich sein.

Lohnt sich eine teure Website für einen kleinen Betrieb?

Die Frage ist eher, was die Website erledigen soll. Wenn sie Anrufe abnimmt, Anfragen bringt oder Provisionen an Portale spart, rechnet sie sich über diese Posten – nicht über die Zahl der Unterseiten. Fangen Sie mit dem an, was Ihren Alltag am meisten entlastet.

Fragen dazu?

Sie wollen eine ehrliche Zahl für Ihren Betrieb?

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, was Ihre Website können muss – und Sie bekommen ein schriftliches Angebot ohne versteckte Posten.