Was kostet eine Website wirklich? Miete, Kauf und Baukasten im Vergleich
„Was kostet eine Website?“ ist die häufigste Frage, die uns erreicht – und die ehrliche Antwort lautet: Das hängt davon ab, was sie können soll, und vor allem davon, was Sie über die Jahre dazurechnen. Dieser Beitrag nennt keine Fantasiepreise, sondern zeigt, aus welchen Posten die Kosten bestehen, welche gern vergessen werden und wie Sie Angebote fair vergleichen.
Kurz gesagt
- Die Kosten einer Website bestehen aus der Erstellung (Konzept, Design, Texte, Programmierung, Rechtstexte) und aus laufenden Posten (Domain, Hosting, Verschlüsselung, E-Mail, Sicherungen, Updates, Pflege) – der zweite Teil wird am häufigsten unterschätzt.
- Den Preis bestimmen Umfang, Funktionen, Individualität und die Frage, wer die Inhalte liefert – nicht die Zahl der Seiten allein.
- Miete, Kauf und Baukasten unterscheiden sich weniger im Preis als in der Frage, wer die Arbeit macht und wer das Risiko trägt.
- Vergleichen Sie immer über denselben Zeitraum – drei oder fünf Jahre –, rechnen Sie Ihre eigene Zeit mit und fragen Sie bei jedem Angebot, was nicht enthalten ist.
Woraus die Kosten einer Website bestehen
Einmalig: die Erstellung
- Konzept und Struktur: Welche Seiten, welche Ziele, welche Wege für Kunden – das Gespräch am Anfang, das später viel Zeit spart.
- Design: Ein Auftritt, der zu Ihrem Betrieb passt, statt einer Vorlage, die tausend andere auch nutzen.
- Texte und Fotos: Oft der unterschätzte Posten. Wer eigene Texte liefert und Fotos vom Betrieb hat, spart hier am meisten. Fotos aus Datenbanken kosten Lizenzen und wirken austauschbar.
- Programmierung: Von der einfachen Seite bis zu Rechnern, Buchungen und Kundenbereichen – hier entstehen die größten Unterschiede.
- Rechtstexte: Impressum und Datenschutzerklärung, passend zur tatsächlichen Technik.
- Umzug: Domain und E-Mail-Postfächer vom alten Anbieter übernehmen, alte Adressen weiterleiten.
Laufend: der Betrieb
- Domain: Ihre Adresse im Netz, jährlich fällig.
- Hosting und Verschlüsselung: Der Server, auf dem die Website läuft, und das SSL-Zertifikat – heute meist im Hosting enthalten.
- E-Mail-Postfächer: Adressen mit Ihrer Domain, je nach Anzahl und Speicher.
- Sicherungen und Updates: Bei Systemen mit Plugins regelmäßig nötig, sonst werden sie zur Sicherheitslücke.
- Pflege: Neue Öffnungszeiten, ein Stellenangebot, eine neue Leistung – entweder Sie selbst oder Ihr Dienstleister.
- Rechtstexte aktuell halten: Gesetze ändern sich; wer das automatisch erledigen lässt, zahlt dafür einen kleinen Betrag im Jahr.
Was den Preis bestimmt
| Stellschraube | Günstiger | Teurer – aber oft sinnvoll |
|---|---|---|
| Umfang | Eine Seite mit Leistungen, Kontakt, Öffnungszeiten | Eigene Unterseite je Leistung, Referenzen, Karriere |
| Funktionen | Kontaktformular | Preisrechner, Online-Buchung, Status-Portal, Kundenbereich |
| Inhalte | Sie liefern Texte und Fotos | Texte werden geschrieben, Fotos vor Ort gemacht |
| Individualität | Vorlage mit Ihren Farben und Ihrem Logo | Eigenes Design, das Ihren Betrieb erkennbar macht |
| Pflege | Sie pflegen selbst über einen einfachen Verwaltungsbereich | Der Dienstleister pflegt – mit festem Kontingent oder nach Aufwand |
| Sprachen und Barrierefreiheit | Eine Sprache, solide Grundlagen | Mehrere Sprachen, Leichte Sprache, geprüfte Barrierefreiheit |
Versteckte Kosten, die in keinem Angebot stehen
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Ihre eigene Zeit
Wer die Website im Baukasten selbst baut oder selbst pflegt, arbeitet in dieser Zeit nicht im Betrieb. Rechnen Sie Ihre Stunden mit einem ehrlichen Satz – meist ist das der größte Posten überhaupt.
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Erweiterungen und Zusatzdienste
Ein Buchungstool hier, ein Bewertungs-Widget dort, ein Consent-Manager für den Cookie-Banner, ein Formular-Plugin: Jeder fremde Dienst bringt eine eigene Monatsgebühr mit – und oft einen weiteren Eintrag in der Datenschutzerklärung.
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Sicherheit und Ausfälle
Ein gehacktes Plugin, eine Seite, die nach einem Update nicht mehr lädt, eine abgelaufene Domain: Solche Fälle kosten Zeit, Nerven und oft Geld für die Reparatur. Wer Updates und Sicherungen nicht geregelt hat, zahlt irgendwann auf einmal.
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Der Relaunch nach ein paar Jahren
Technik altert. Eine gekaufte Website muss nach einigen Jahren überarbeitet werden – neue Geräte, neue Anforderungen, neues Design. Bei der Miete ist die Weiterentwicklung meist Teil des Vertrags; fragen Sie nach.
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Provisionen an Portale
Keine Website-Kosten im engeren Sinn, aber ein Vergleichsmaßstab: Wer Buchungen, Reservierungen oder Aufträge über Portale bekommt, zahlt dafür Provision. Eine Website, die einen Teil davon direkt holt, rechnet sich über diesen Posten.
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Was fehlt, wenn die Website nichts bringt
Die teuerste Website ist die, die niemand findet und über die niemand anfragt. Ladezeit, Handy-Ansicht und ein klarer Weg zur Anfrage sind keine Extras, sondern der Grund, warum Sie die Website haben.
Miete, Kauf, Baukasten – drei Wege, drei Rechnungen
| Kriterium | Miete beim Dienstleister | Kauf bei Agentur oder Freiberufler | Baukasten selbst gemacht |
|---|---|---|---|
| Kosten zu Beginn | Gering – Einrichtung, dann Monatsrate | Hoch – die gesamte Erstellung auf einmal | Gering – aber Ihre Zeit |
| Laufend | Feste Rate inkl. Hosting, Sicherheit, Pflege-Kontingent | Hosting, Domain, E-Mail; Änderungen nach Aufwand | Abo des Baukastens, Domain, oft Zusatzdienste |
| Wer macht die Arbeit | Der Dienstleister, im Rahmen des Kontingents | Sie oder ein beauftragter Dienstleister | Sie – Design, Texte, Technik, Recht |
| Wer trägt das Risiko | Der Dienstleister – Sicherheit, Updates, Ausfälle | Sie – oder wer den Wartungsvertrag hat | Geteilt: Plattform läuft, Inhalte und Recht sind Ihre Sache |
| Individuelle Funktionen | Möglich, je nach Anbieter | Möglich, nach Aufwand | Nur, was der Baukasten vorsieht |
| Cookie-Banner | Vermeidbar, wenn ohne Fremddienste gebaut | Vermeidbar, wenn ohne Fremddienste gebaut | Häufig nötig, weil der Baukasten Dienste mitbringt |
| Gesamtkosten über Jahre | Planbar; können höher liegen, dafür ist die Pflege dabei | Können niedriger liegen, wenn wenig geändert wird | Niedrig auf dem Papier, hoch mit der eigenen Zeit |
Ausführlicher vergleichen wir Miete und Kauf im Beitrag „Website mieten oder kaufen?“.
So vergleichen Sie Angebote fair
Gesamtkosten über 3 oder 5 Jahre
- Erstellung bzw. Einrichtung
- Monatsrate oder Hosting × Monate
- Domain, E-Mail, Zusatzdienste × Jahre
- Änderungen nach Aufwand (Schätzung)
- Ihre eigene Zeit × Stundensatz
- gegebenenfalls Überarbeitung nach einigen Jahren
Fragen an jeden Anbieter
- Was ist enthalten – Hosting, Domain, E-Mail, SSL, Sicherungen?
- Wie viele Änderungen sind drin, was kostet mehr?
- Laufzeit, Kündigungsfrist, Preisanpassung?
- Was passiert nach Vertragsende mit Website und Domain?
- Wer kümmert sich um Sicherheit und Updates?
- Welche Fremddienste werden eingebunden?
Ob Miete oder Kauf für Ihren Betrieb steuerlich günstiger ist, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung – das hängt von Ihrer Situation ab und ist nicht Teil dieses Beitrags. Er gibt einen allgemeinen Überblick nach unserem Kenntnisstand im September 2026 und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.
Wo Sie sparen können – und wo nicht
Sparen können Sie bei Inhalten, die Sie selbst liefern: Texte in Ihren Worten, Fotos vom Betrieb, eine klare Liste Ihrer Leistungen. Sparen können Sie auch, indem Sie klein anfangen – eine gute Seite mit Kontakt und Leistungen bringt mehr als zehn halbfertige – und Funktionen erst dazunehmen, wenn Sie sie brauchen.
Nicht sparen sollten Sie bei Ladezeit und Handy-Ansicht, bei Impressum und Datenschutz, bei Sicherungen und Updates und bei einem festen Ansprechpartner, der Ihre Seite kennt. Hier wird aus „günstig“ schnell „teuer“.
Preise bei RexCom
Wir nennen konkrete Preise im persönlichen Angebot, weil sie vom Umfang abhängen – nicht, weil wir etwas verstecken. Was Sie vorab wissen können:
- Jedes Paket enthält Design, Programmierung, Hosting auf unserem Server in Deutschland, SSL-Verschlüsselung, Domain und E-Mail-Postfächer.
- Die meisten Kunden mieten: kleiner Start, feste Monatsrate über 24 Monate (oder 12 Monate in der Flex-Variante), Pflege-Minuten inklusive. Wer lieber kauft, kann das.
- Keine Fremddienste, die eigene Gebühren mitbringen; Buchungen, Rechner und Kundenbereiche sind Teil der Website.
- Wir sagen ehrlich, wenn Sie etwas nicht brauchen.
Die Pakete und Module finden Sie unter Leistungen, Laufzeiten und Kündigung in den AGB.
Häufige Fragen
Warum stehen bei vielen Anbietern keine Preise auf der Website?
Weil der Umfang den Preis bestimmt: Eine Seite mit Kontaktformular und eine Website mit Online-Buchung und Kundenbereich sind zwei verschiedene Projekte. Seriös ist, wer nach einem kurzen Gespräch ein schriftliches Angebot mit klarer Leistungsbeschreibung macht – und sagt, was nicht enthalten ist.
Ist ein Baukasten nicht immer am günstigsten?
Auf dem Papier oft ja. Rechnen Sie aber Ihre eigene Zeit, das Abo, die Domain und die Zusatzdienste über mehrere Jahre zusammen – und den Aufwand für Impressum, Datenschutz und Cookie-Banner, den der Baukasten Ihnen nicht abnimmt. Für viele Betriebe ist das Ergebnis dann nicht mehr eindeutig.
Was kostet es, eine bestehende Website umzuziehen?
Das hängt davon ab, was übernommen wird: Domain und Postfächer, Texte und Fotos, alte Adressen mit Weiterleitungen. Fragen Sie danach im Angebot – ein sauberer Umzug ohne Ausfall sollte selbstverständlich sein.
Lohnt sich eine teure Website für einen kleinen Betrieb?
Die Frage ist eher, was die Website erledigen soll. Wenn sie Anrufe abnimmt, Anfragen bringt oder Provisionen an Portale spart, rechnet sie sich über diese Posten – nicht über die Zahl der Unterseiten. Fangen Sie mit dem an, was Ihren Alltag am meisten entlastet.
Fragen dazu?
Sie wollen eine ehrliche Zahl für Ihren Betrieb?
Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, was Ihre Website können muss – und Sie bekommen ein schriftliches Angebot ohne versteckte Posten.